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Vor der deutschen Bundeswehr-Fregatte „Hamburg“ steht eine große Aufgabe, denn jene macht sich gerade auf den Weg, um den Waffenschmuggel in Libyen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Dabei ist der Waffenhandel in Libyen schon lange ein großes Problem, welches die 250 deutschen Soldaten nun lösen sollen.

 

250 Soldaten nach Libyen

Am Dienstag war es so weit und die 250 deutschen Soldaten auf der Fregatte „Hamburg“ machen sich von Wilhelmshaven in Richtung Mittelmeer auf. Hier sollen sie für die Einhaltung des UN-Waffenembargos in Libyen sorgen. Jedoch dauert es noch eine ganze Weile, bis das 143 Meter lange Schiff im Einsatzgebiet eintrifft. Laut den offiziellen News Schweiz soll das Schiff Ende des Monats ankommen und sich dann der EU-Operation „Irini“ anschließen, welche bereits Anfang Mai begonnen hat. Jedoch ist nicht nur der Einsatz eine große Herausforderung für alle Beteiligten, sondern auch die andauernde Corona-Krise. Aufgrund jener kann es durchaus sein, dass die Besatzung der „Hamburg“ das Schiff nicht einmal bei einem Hafenaufenthalt verlassen darf. Insofern müssen die 250 Soldaten rund um die Uhr auf dem Schiff sein und kommen planmäßig erst am 20. Dezember zurück nach Wilhelmshaven. Das bedeutet also fünf Monate auf hoher See ohne jeglichen Landgang. 

 

Große Herausforderungen

Auch Kommandant Jan Fitschen weiß um die Schwierigkeiten und gibt in einem Interview an: „Wir stehen vor vielen bisher unbekannten Herausforderungen, sowohl für das Schiff als auch die Besatzung.“ Außerdem gab er an, dass sich die Mannschaft auf einem „schwierigem politischen sowie operativen Terrain“ befindet. Überraschend ist das nicht, denn gerade Länder wie Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Russland sollen Verstöße gegen das UN-Waffenembargo begangen haben. So wirft Frankreich der Türkei vor, dass jene für die Kriegsversorgung der libyschen Einheitsregierung verantwortlich sei. Doch die Türkei lässt das nicht auf sich sitzen und beschuldigt stattdessen Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, dass jene Waffenlieferungen unterstützen.

 

Verhandlungen blieben erfolglos

Der große Leidtragende ist aber das libysche Volk, denn nach dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht in Libyen Bürgerkrieg. So wurden die Regierungstruppen maßgeblich von der Türkei unterstützt, wohingegen die Gegner Hilfe von Russland, Ägypten sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten erhielten. Es wurden zwar mehrere Vermittlungsversuche gestartet, doch bisher blieben alle erfolglos. Nun soll die Bundeswehr-Fregatte „Hamburg“ für mehr Stabilität im Land sorgen. Gleichzeitig soll sie aber auch die UN-geführten politischen Friedensprozesse unterstützen. Dabei gibt es viele Punkte zu besprechen, wobei gerade der Waffenschmuggel an vorderster Front steht. Doch auch der Öl- sowie Kraftstoffschmuggel soll verhindert werde.